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U17 Dukes verlieren letztes Heimspiel der Saison

News der U17


Zum letzten Mal in der Saison standen die Dukes am 02.03.2019 auf heimischem Eis. Gegner waren der Tabellennachbar, die Crocodiles aus Bielefeld. Um nach der jüngsten Niederlagenserie auf einen versöhnlichen Saisonabschluss zuzusteuern, brauchten die Schützlinge von Coach Joe Müller einen Heimsieg. Die letzten zwei Spiele der Saison wurden knapp verloren, davon einmal im Penaltyschießen – ein Sieg war also im Bereich des Möglichen.

In Drittel 1 kamen zunächst die Gäste mit mehr Schwung und Ordnung aus der Kabine. Mit viel Einsatz und gefährlichen Kombinationen war der Druck auf das Tor der Dukes, welches wieder vom glänzend aufgelegten Niklas Lenz gehütet wurde, von Beginn an extrem hoch. Das spielerische Übergewicht konnten die Gäste auch in Tore ummünzen. In der vierten und siebten Spielminute schlug es im Tor der Gräflichen ein. Zu leicht nahm es der ESC mit der Verteidigung in den Augenblicken vor den Toren und die Bielefelder bestraften dies. Es dauerte bis zur zehnten Spielminute, bis auch der ESC sich auf dem Spielberichtsbogen mit einem Tor eintrug: Alex Lindner fasste sich ein Herz, zog von der Mittellinie ab und lies beim 1:2 den gegnerischen Goalie schlecht aussehen. Im Anschluss waten die Dukes voll da und nahmen den Kampf der Bielefelder zunehmend an. Aber auch die Bielefelder blieben stets gefährlich und nutzten einen unkonzentrierten Moment der Dukes in der 15. Spielminute zum 1:3. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die erste Pause.

Das 2. Drittel begannen die Bielefelder Crocos äußerst bissig, die ersten vier Minuten des Drittels schnürten die Bielefelder die Darmstädter regelrecht im eigenen Drittel ein. Allerdings verteidigten die Dukes clever und die aggressive, aber stets faire Spielweise der Bielefelder weckten die gräflichen Minute für Minute mehr auf, sodass sich ein hin und her wogendes Spiel entwickelte, bis die Dukes eine zehnminütige Drangperiode starteten, wo die ganze Mannschaft mit viel Kampf klar das Spiel an sich riss. Mit schnellen Angriffen und vielen Schüssen erspielten sich die Dukes eine um die andere Chance. In der 27. Spielminute sprang dann auch zählbares für die Dukes raus – der ESC hatte die Crocos tief im eigenen Drittel eingeschnürt, als durch eine schnelle Kombination von Josh Müller über David Kamba der Puck zum freistehenden Sascha Eremenko kam, der das offene Netz vor sich hatte und trocken zum 2:3 Anschlusstreffer abzog. Direkt nach dem Tor gewannen die Dukes das Bully und spielten sich sofort wieder zurück ins Drittel der Gäste. Der Puck wurde von Nils Gawehn auf Fabian Beles gelegt, der halblinks am Bullykreis mutterseelenallein wartete und das leere Tor vor sich hatte. Fabian zog sofort ab und der Puck schlug im Netz der Crocos ein – allerdings offensichtlich zu schnell für das Schiedsrichter-Duo, welches das Tor nicht gesehen hatte und weiterspielen ließ. Der Puck blieb aber heiß und lief schnell weiter durch die Reihen der Dukes. Wieder kam der Puck zu Fabian, der Sean Erdmenger bediente, der dann hochverdient den Deckel auf diese Spielsituation machte und zum 3:3 Ausgleich einnetzte. Dukes on Fire in diesen Minuten – so hätten wir uns alle die Gräflichen in den letzten Spielen gewünscht. Jeder lief und fightete für den anderen, eine geschlossene Megaleistung. Den tollen Minuten setzte Josh Müller mit einem Alleingang die Krone auf, indem er in der 31. Spielminute den Führungstreffer für die Dukes erzielte. Der Jubel war groß bei den Darmstädtern. Aber leider war nach diesem Treffer die Konzentration der Dukes weg. In Unterzahl fängt der ESC sich in der 38. Minute den erneuten Rückstand, den die Crocos noch vor der 2. Drittelpause auf 4:6 hochschrauben (40.). So war das Momentum wieder auf der Seite der Gäste und mit dem verspielten Vorsprung ging es in die Kabine.

Im 3. Drittel gelang den Dukes kaum noch etwas. Sichtlich entnervt spielten die Dukes die Zeit runter ohne wirklich zwingende Torchancen erspielen zu können. Anders als die Crocos, die ihrem Namen alle Ehre machten und in der 56. Spielminute erneut zubissen und den Sieg final klar machten.

So bleibt den Dukes neben 0 Punkten in 2019 die Erkenntnis, dass man eigentlich richtig gutes Eishockey spielen kann, wenn alle konzentriert mitmachen. Ziel muss es jetzt sein, sich an die fantastischen 10 Minuten dieses Spiels zu erinnern und diese Zeit, wo alle füreinander kämpfen, kompakt als Team verteidigt und gestürmt wird, in den verbleibenden zwei Saisonspielen möglichst über die gesamte Spieldauer auszuweiten.

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