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U17 Dukes unterliegen in Bielefeld unglücklich mit 1:2

News der U17


Am Samstag, den 16.02.2019 stand die längste Fahrt der Saison in die ostwestfälische Metropole auf dem Programm der U17 des ESC Darmstadt. Spielbeginn war auf 7:30 Uhr terminiert, was für die Mannschaft eine Reise durch die Nacht bedeutete – um 1:30 Uhr startete der Teambus an der heimischen Eishalle. Per se also nicht das beste Vorprogramm für eine ausgeschlafene Leistung am Zielort – die war aber nötig, schließlich handelt es sich bei Bielefeld um einem Tabellennachbarn und somit ein „6 Punkte Spiel“. Die erste Partie der Saison hatte der ESC im November 2018 auf heimischen Eis dramatisch im Penaltyschießen verloren – hier war also noch eine Rechnung offen.

Nachdem das erste Drittel aufgrund einer Verspätung des Schiedsrichtergespanns mit einer fünfminütigen Verzögerung begann, war schnell klar, dass Coach Joe Müller vor dem Spiel die richtigen Worte in der Kabine gefunden hatte, um die Dukes wach und bereit zu bekommen. Jedenfalls war den Darmstädter Jungs zu Beginn keinerlei Müdigkeit anzumerken, unmittelbar waren alle hellwach. Neben einer soliden Abwehr, die für die Gastgeber nichts zuließ, gefielen auch die vorgetragenen Angriffe der Darmstädter. Hier zeigte sich, was das Team leisten kann, wenn es mannschaftlich kompakt agiert, jeder seine Aufgaben erfüllt und diszipliniert in der Mannschaft zusammen gespielt wird. Das erste Anrennen der Dukes wurde durch das eigenwillig pfeifende Schiedsrichter-Duo in der elften Spielminute dann zunächst unterbunden. Hier wurden die Dukes von den Unparteiischen für fast zwei Minuten in die doppelte Unterzahl geschickt. Aber auch mit drei Mann stand die gräfliche Abwehr bombensicher und der wiederum glänzend aufgelegte Goalie Niklas Lenz fing was doch den Weg in Richtung Tor schaffte. So verstrichen die Strafminuten gegen die Dukes ohne zählbares Ergebnis für die Gastgeber. Fast unmittelbar nachdem der ESC wieder komplett war, erkämpfte sich Alex Lindner im eigenen Drittel den Puck und bediente dann den an der gegnerischen blauen Linie lauernden Sascha Eremenko mustergültig. Sascha zog auf und davon und ließ auch dem gegnerischen Goalie keine Abwehrchance. So gingen die Dukes in der 14. Spielminute verdient mit 1:0 in Führung. Trotz einer weiteren Unterzahl im ersten Drittel blieb der ESC Darmstadt das spielbestimmende Team im ersten Drittel. Leider fehlte den Darmstädtern in der Phase das Scheibenglück, um die Dominanz in Tore umzuwandeln, sodass es nur mit einer 1:0 Führung in die erste Pause ging.

Mit viel Druck kamen die Dukes auch in Drittel zwei wieder aus der Kabine. Allerdings entschieden sich die Unparteiischen ab der 25. Spielminute auch eine noch zentralere Rolle in dem Spiel einzunehmen. Wie schon in Abschnitt eins sorgten die Schiedsrichter mit einer Vielzahl von Entscheidungen – und auch nicht-Entscheidungen – auf beiden Seiten für Kopfschütteln. So mussten die Dukes in dieser Phase wieder eine doppelte Unterzahl überstehen. Allerdings sorgte der nicht nachzuvollziehende Kurs der Unparteiischen nebenbei dafür, dass die Dukes ihre klare Linie verloren und die Gäste immer häufiger und gefährlicher ins Drittel des ESC kamen. In der 30 Spielminute nutzte dann Bielefeld einen Darmstädter Puckverlust zum 1:1 Ausgleichstreffer. Doch damit nicht genug, hagelte es weiter zweifelhafte Strafzeiten, die man, wenn überhaupt, in der U9 erwartet hätte. Der negative Höhepunkt der Schiedsrichterkonfusion folgte dann in Spielminute 35, wo der Darmstädter Kapitän Thanh Plaß von seinem Gegenspieler zunächst einen Stockschlag bekam, dann noch einige Faustschläge abwehren musste, was bei zwei weiteren Bielefelder Spielern die Sicherungen durchbrennen ließ, die dann insgesamt zu dritt auf Thanh losgingen, bevor sie von Schiedsrichtern und Mitspielern getrennt werden konnten. Beim verkünden des Strafmaßes für beide Mannschaften gefror den Darmstädtern das Blut in den Adern: so bekam neben einem(!) der drei Bielefelder „Prügelknaben“ auch Thanh als Opfer eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Ungerechter geht immer. Wobei man sagen muss, dass es im Grunde eine harmlose kleine Rauferei war, jede der Spieldauerdisziplinarstrafen – auch die gegen den Bielefelder Spieler – war völlig überzogen und die Strafverteilung dazu eben leider völlig unfair.

Damit verlor der ESC einen seiner Schlüsselspieler und der Spielfaden ging den Dukes nun auch leider spürbar verloren. Unentschieden und entnervt ging es zur zweiten Pause in die Kabine.

Das 3. Drittel musste also die Entscheidung bringen. Wie so oft in den letzten Wochen sollte sich nun rächen, was im 1. Drittel an Chancen nicht verwertet und an Angriffen nicht entschieden genug zu Ende gefahren wurde. Bezeichnender Weise sorgte ein Bielefelder Sonntagsschuss aus der Drehung im Slot, durch die Beine des Verteidigers und am Goalie, dem die Sicht verstellt war, vorbei für die Entscheidung. Danach fehlte den Dukes bei den Offensivbemühungen die Konsequenz und vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit des 1. Drittels. Ohne Punkte mussten sich die Darmstädter wieder auf den Heimweg machen. Dort angekommen heißt es, auf das gute erste Drittel im Training aufbauen und sich gut auf die kommende Woche und für das dann anstehende Auswärtsspiel gegen Unna-Königsborn vorbereiten.

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