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U17 Dukes noch in der Winterpause

News der U17


Am heutigen Samstag ging es auf heimischem Eis gegen den Tabellenführer und designierten NRW Meister der Bezirksklasse, die Kobras aus Dinslaken. Bei den Dukes feierte Nils Gawehn sein Comeback, nachdem er sich im zweiten Saisonspiel unglücklich verletzt hatte. Pausieren musste dafür Thanh Plaß, der in der Vorwoche in Neuwied -völlig überzogen- eine Matchstrafe bekommen hatte.

Im ersten Drittel gab es von beiden Seiten ein zügiges Eishockeyspiel, insbesondere die Dukes machten vieles besser, als noch in der Vorwoche beim desaströsen Auftritt in Neuwied. Die Kobras wussten gefällig zu kombinieren, kamen aber auch regelmäßig ins Schwimmen, wenn die gräflichen entsprechend Druck ausübten durch frühes Forechecking, Laufbereitschaft und faires, aber körperbetontes Spiel. Dennoch gingen die Gäste in der 6. Spielminute in Führung, was aber dem gefälligen Spiel der Darmstädter keinen Abbruch tat. Die Führung der Gäste hielt bis in die 10. Spielminute, wo die Dukes ihre ersten Möglichkeiten in Überzahl bekamen. Es dauerte auch nicht lange, da gewann Sascha Eremenko im Drittel der Gäste das Bully, legte auf Sean Erdmenger weiter, der wiederum auf Daiyan Mujagic passte, der am anderen Bullykreis freistand. Daiyan zog aus spitzem Winkel ab und der Puck schlug über der Schulter des Goalies zum Ausgleich ein.

Danach geriet das Spiel etwas ins Stocken, da die Schiedsrichter eine sehr kleinliche Linie fuhren, so ging es ohne nennenswerte Aktionen in die erste Pause.

Irgendwas muss dann in der Pause passiert sein, denn in Drittel 2 und 3 gab es vermehrt kollektive Aussetzer bei der Konzentration und dem Fokus. Dies manifestierte sich beispielsweise zwischen der 23. und 25. Spielminute, wo den Gästen 3(!) Tore geschenkt wurden. Für einen Außenstehenden offensichtlich, wenn die Spieler beim Bully nicht in Position stehen, den Schläger nicht auf dem Eis haben – kurz also völlig unkonzentriert agieren, dann kann der nächste Spielzug einfach nicht gut werden. Danach folgte wieder eine Zeit wo in erster Linie die Schiedsrichter sich durch viele Strafzeiten in Szene setzten, die aber hüben wie drüben ergebnislos verstrichen. Den Dukes half es allerdings dabei, wieder ein wenig besser ins Spiel zu kommen, leider ohne Kapital daraus zu schlagen, ging es in die zweite Pause.

Das 3. Drittel ließ den Darmstädter Zuschauern dann das Blut in den Adern gefrieren. Mehr oder weniger durch die gleichen Verhaltensmuster wie in Neuwied: es wird generell beim Eishockey schwierig, wenn die Konzentration und die Konsequenz fehlt. Wenn die Verteidiger das Angreifen komplett den Stürmern überlassen (und beim eigenen Angriff aus dem Angriffsdrittel, teilweise sogar aus der gegnerischen Hälfte heraus bleiben) und die Stürmer die Abwehr komplett den Verteidigern (indem sie interessiert von der eigenen Blauen Linie den Verteidigern beim Verteidigen und den gegnerischen Stürmern beim Stürmen zuschauen). Diese Spielweise ist der beste Weg, in jeder Situation bei gleicher Spieleranzahl dennoch in Unterzahl und überfordert zu sein, wie die Dukes nun zum zweiten Mal nach der Winterpause demonstrierten.

Das Resultat daraus: in den ersten 2 Spielminuten des 3. Drittels kassierten die Dukes 3 Tore, in den ersten rund 6 Minuten des 3. Drittels 5 Tore. Insgesamt kassierten die Dukes im 3. Drittel 8 Tore, was man getrost eine Klatsche nennen kann. Über das zwischenzeitliche 2:9 konnte sich Torschütze Sascha Eremenko schon nicht mehr richtig freuen. Coach Joe Müller versuchte alles, die Jungs und Mädels neu zu motivieren, versuchte neue Zusammenstellung der Reihen, es brachte alles nichts.

Nach dem zweiten Spiel steht die Erkenntnis, dass die beiden anderen Teams offensichtlich die Weihnachtspause besser nutzen konnten, als die Dukes.

Zwei positive Aspekte gab es dennoch zu notieren: das erste Drittel war eine sehr deutliche Steigerung gegenüber dem Auftritt in Neuwied und Nils Gawehn merkte man seine lange Pause kaum an. Kommende Woche (02.02.2019 | 11:15 Uhr) gastiert der Tabellenletzte bei den Dukes – hier muss dringend der erste Sieg in 2019 eingefahren werden, um aus dem Formtief herauszukommen.

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